Schwerpunktklassen

Erzieherinnen und Erzieher haben einen anspruchsvollen, abwechslungsreichen und zukunftsweisenden Beruf. Sie legen gemeinsam mit den Eltern in frühen Entwicklungsphasen der Kinder entscheidende Grundlagen für weiterführende Bildungsprozesse, tragen dazu bei, dass benachteiligte Kinder Förderung und Unterstützung erhalten, entwickeln mit problembeladenen Kindern, Jugendlichen und deren Eltern Zukunftsperspektiven, kreieren neue Angebote, die zu der individuellen Problemlage der Kinder passen.

Wir bieten den angehenden Erzieherinnen und Erziehern in der Ausbildung Gelegenheit sich hierauf und auf vieles mehr vorzubereiten. Dabei gestalten sie ihren Ausbildungsprozess selbst aktiv mit.Sie haben die Möglichkeit an vier selbst zu wählenden Schwerpunkten

  • interkulturelle Arbeit in Europa,
  • erlebnis- und bewegungsorientierte Arbeit
  • musisch-kulturelle Angebote für Kinder und Jugendliche
  • Natur-Wissen schaffen

grundlegende Fähigkeiten für die selbstständige Arbeit in unterschiedlichen, sich permanent verändernden sozialpädagogischen Tätigkeitsfeldern zu erwerben. Unsere Schwerpunktklassen sind:

Schwerpunkt musisch-kulturell

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Die Ausbildungsziele und -inhalte stimmen mit denen der drei anderen Schwerpunktklassen weitgehend überein. Die Studierenden dieser Klasse beschäftigen sich dazu noch mit musisch-kulturellen Aktivitäten und Aktionen u.a. aus den Bereichen Theater, Musik, darstellende Kunst und museale Interaktion, die sie auch in der sozialpädagogischen Arbeit mit Kindern und Jugendlichen umsetzen.

  • Die Studierenden probieren sich in Projekten, Ausstellungen, Aufführungen und Workshops aus
  • sie erlernen z.B. Improvisationstheater und andere Formen des darstellenden Spiels
  • sie gestalten Lieder und lernen Gitarrespielen ohne Noten
  • sie bearbeiten kreativ Filme und Fotos
  • sie erlernen den fantasievollen Umgang mit Kunst, Literatur und Sprache sowie das künstlerisch und pädagogisch spannende Kombinieren unterschiedlicher Ausdrucksformen
  • sie entdecken und entwickeln individuelle künstlerische Ausdrucksformen
  • sie reflektieren ihr kreatives Tun und entwickeln Handlungsstrategien für unterschiedliche sozialpädagogische Arbeitsfelder.

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Beispiele für Projektarbeit aus den letzten Schuljahren sind:

  • Theater mit Musik und Schattenspiel für Kinder: „Peterchens Mondfahrt“
  • Straßentheater an verschiedenen Orten in Marburg, z.B.: „Ab 250 km/h zieht mein Bobbycar nach rechts“
  • Wie du wieder aussiehst – Eine ganz reale Aschenputtelfiktion“: Theater zur Vernissage in der Schule
  • „Das Marburger Schloss für Kinder“: Museum mit allen Sinnen erfahren

Die Teilnahme an kulturellen Veranstaltungen im Rahmen von Projekten, Studienfahrten oder unterrichtlichen Aktivitäten wird vorausgesetzt, z.B.:

  • Besuche in Museen und Ausstellungen, Theater- oder Konzertbesuche
  • Workshops im Bereich Theater, Musik, Improvisation, Erzählerschule …
  • Vorbereiten und Gestalten von besonderen Veranstaltungen, z.B. einer Vernissage in der Schule

Hierfür muss mit zusätzlichem zeitlichen und finanziellen Aufwand gerechnet werden, Aktivitäten können auch am Nachmittag oder abends stattfinden.

Schwerpunkt Bewegung und Erlebnispädagogik

treetopsAusbildungsziele und Ausbildungsinhalte stimmen in allen Schwerpunktklassen weitgehend überein. Die „Bewegungsklasse" hat dabei diese besondere Ausprägung:
Bewegung wird als Medium sozialpädagogischen Handelns hervorgehoben.

Als Studierende der Bewegungsklasse bietet sich Ihnen die Möglichkeit, sich verstärkt mit bewegungs- und erlebnispädagogischen Angeboten auseinander zu setzen. Eigene Körper- und Bewegungserfahrungen sind notwendige Grundlage für die spätere Umsetzung selbst konzipierter Bewegungsangebote in der Praxis.

Während der beiden Ausbildungsjahre entwickeln Sie Basiskompetenzen, die Sie dazu befähigen, mit verschiedenen Zielgruppen Bewegungsangebote zu planen und durchzuführen.

Für die Teilnahme an der Ausbildung in diesem Schwerpunkt spielen sportliche Leistungsaspekte keine Rolle, dennoch wird eine gewisse grundlegende körperliche Belastbarkeit erwartet, vor allem jedoch Neugier und Interesse, sich auf neue Bewegungserfahrungen einzulassen.

Folgende besondere Aspekte zeichnen diese Klasse aus:

Zu Beginn des zweiten Ausbildungsjahres erfolgt verbindlich eine 7– tägige Fahrt mit erlebnis- und abenteuerpädagogischer Ausrichtung: Alpines Wandern im Kaisergebirge.
Neben der Orientierung in unbekanntem Gelände bieten auch Selbsterfahrung und Gruppenerleben abseits der vertrauten Zivilisation spannende Lernmöglichkeiten.

Darüber hinaus haben Sie die Möglichkeit, im Erfahrungsraum Wasser einen DLRG Rettungsschein zu erwerben.

Das Erleben neuer Bewegungssituationen, die Freude am eigenen Tun, die gemeinsame Reflexion der gemachten Erfahrungen wie auch die Frage möglicher Übertragbarkeit auf sozialpädagogische Praxisfelder sind hierbei zentrale Anliegen.

Schwerpunkt transkulturelles Arbeiten in Europa

EuropaklasseAusbildungsziele und Ausbildungsinhalte stimmen in allen Schwerpunktklassen weitgehend überein. Die „Transkulturelle-Klasse“ hat zusätzlich diese besondere Ausprägung:

  • In dieser Klasse werden fächerübergreifend Fragestellungen aufgegriffen, die sich mit der europäischen Kultur und der Erziehung in Europa beschäftigen.
  • Einen weiteren Akzent setzen wir auf die Beschäftigung mit interkultureller Erziehung in multikulturellen Gruppen.
  • In diesem Schwerpunkt wurde ein eigenes Curriculum für alle Fächer entwickelt.
  • Spanisch als schwerpunktbezogenes Wahlpflichtfach ist für alle verpflichtend.

Folgende besondere Angebote zeichnen diese Klasse aus:

  • Das 6-Wochen Praktikum in der Oberstufe kann entweder in interkulturell arbeitenden Einrichtungen in Marburg und Umgebung, in Frankfurt oder im europäischen Ausland absolviert werden
  • Vorbereitung auf die Praktika in einem einwöchigen, erlebnisorientierten „City-Bound“ Seminar in einer Großstadt
  • Studierende dieser Klasse können sich um ein von der Europäischen Union gefördertes und finanziertes Auslandspraktikum bewerben
  • Die Schule kann Praxisstellen in Frankreich, Spanien, Irland, Lettland Finnland und Schweden vermitteln
  • Das Praktikum wird im Unterricht fachlich vor- und nachbereitet. Hier finden Sie die Gruppe aus dem Jahr 2018.
  • Nachweis des erfolgreich absolvierten Auslandspraktikums durch ein Zertifikat und den Europa-Mobilitätspass

In dem folgenden Film erläutern Studierende und die Koordinatorin der Leonardo Auslandsprojekte, Frau Hüther, die Ausbildung und die europäischen Praktika:

Film in höherer Auflösung auf:  Europa - wir kommen! von Jürgen Kramss .

Über das Kontaktformular können Sie die DVD „Europa – wir kommen“ kostenlos anfordern. Hier bekommen Sie weitere Informationen zu den  Auslandspraktika und zu Erfahrungsberichte von Studierenden.

Die Käthe-Kollwitz-Schule entsendet nicht nur ihre Studierenden in andere Länder sondern betreut auch Praktikanten und Praktikantinnen aus Finnland und Schweden, die sich in Marburg sehr wohl fühlen. Hier finden Sie jeweils einen kurzen Bericht der Besuche unserer PraktikantInnen 2018:

Schwerpunkt Natur-Wissen schaffen

Natur-Wissen schaffenDie Ausbildungsziele und -inhalte stimmen auch hier mit denen der drei anderen Schwerpunktklassen weitgehend überein.
Die Besonderheiten der Klasse „Natur – Wissen schaffen" liegen in folgenden Punkten:

Bereich Forschen und Entdecken

  • Erlangen von Wissen und Handlungskompetenz um den angeborenen Forscher- und Entdeckerdrang von Kindern und Jugendlichen zu unterstützen
  • Durchführung fächerübergreifender Angebote zu „Natur–Themen"
  • Entwickeln, Durchführen und Erklären von kleinen Experimenten

Bereich Ursache und Wirkung

  • Verstehen der Wirkungen des persönlichen und gesellschaftlichen Handelns auf das eigene Leben, auf die Umwelt und auf andere Personen
  • Entwickeln eines ökologischen Denkens und Bereitschaft zur Verantwortungsübernahme in diesem Zusammenhang
  • Studierende erfahren Handlungs- und Gestaltungsmöglichkeiten auch für das eigene Leben

Bereich Einstellung und Haltung

  • Erwerb von Kompetenzen, um mit Kindern und Jugendlichen Natur erfahrbar zu machen – Erlebtes und selbst Erfahrenes wirkt nachhaltig
  • Vielfältige Eigenerfahrungen in naturnahen Erfahrungsräumen ermöglichen die Einsicht und die Haltung, vorhandene (natürliche) Lebensräume für schützenswert zu erachten

Eines unter vielen Beispielen für die Umsetzung naturspezifischer Inhalte z. B. im Aufgabenfeld 4 bildet das Projekt „Land-Art".

FSP Kontakt

Frau Jochmann, Frau Dahl und Herr Gnittka: Kontakt

Telefonische Sprechzeiten unter 06421 685850:

• Frau Dahl: 

Donnerstags von 13:00 Uhr bis 13:45 Uhr.

• Herr Gnittka: 

Dienstags von 09:00 Uhr bis 09:30 Uhr.

Anmeldeformular (Anmeldung bis 15. Februar)

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