Schule aktiv

Vielfalt - Berufe - Zukunft - Perspektiven in Gesundheit und Pflege

Informationstag an der Käthe-Kollwitz-Schule

Fr. 13. September 2019 von 9-15 Uhr

001 Aushang

001 Raumplan

Schulinterne Fortbildung mit Prof. Benno Hafeneger

„Wie tickt die Jugend heute?“ Mit dieser Frage befassten sich 40 Lehrkräfte der Käthe-Kollwitz-Schule in einer schulinternen Fortbildung mit Professor Benno Hafeneger.

„Es gibt kein anderes Land, in dem so intensiv über Jugend geforscht wird wie in Deutschland, deshalb ist die Bandbreite dessen, was Wissenschaft über die junge Generation aussagt, sehr groß“, hob Professor Benno Hafeneger gleich zu Beginn seines Vortrages in der Käthe-Kollwitz-Schule hervor. Deshalb stellte es für den Marburger Experten eine große Herausforderung dar, aus der Fülle an Studien schlaglichtartig die zentralen Erkenntnisse über „die Jugend“ zu vermitteln. Dabei konzentrierte er sich auf zehn aktuelle Jugendstudien.

Innerhalb der Forschung wird die Entwicklungsphase vom 12. bis 27. Lebensjahr als „Jugendalter“ bezeichnet. Ein zentrales Merkmal der heutigen jungen Generation ist die „Gespaltenheit“, denn Jugendliche werden immer früher soziokulturell erwachsen, bleiben dabei aber sozioökonomisch eher abhängig von ihren Eltern. Zudem befinden sich Jugendliche lange in im Bildungsprozess und steigen später in die Arbeitswelt ein als frühere Generation. „Jugendzeit ist heutzutage außerdem Medien- und Konsumzeit sowie eine Zeit vieler Übergänge, die von den Jugendlichen selbst organisiert werden müssen“, so Hafeneger.

Welche Rolle spielt die Schule in dieser Lebensphase? Diese Frage stand für die Teilnehmer*innen der Fortbildung natürlich auch im Raum. „Jugendliche brauchen interessante Erwachsene als Vorbilder, die ihnen vorleben, dass es Freude bereitet, erwachsen zu werden, und die mit einer optimistischen Grundhaltung durchs Leben gehen“, erklärte Professor Benno Hafeneger. Ein guter Unterricht, der die Schüler*innen für die Sache begeistert und der vermittelt, dass sie die Lerninhalte des Faches für ihr Leben gebrauchen können, sei sehr wichtig. „Der Unterricht ist ein Angebot an die Jugendlichen, sich die Welt zu erschließen und sich einen eigenen Zugang zur Welt zu verschaffen“, betonte Hafeneger. Darüber hinaus sei es bedeutsam, eine Schulkultur zu leben, die vor allem eine Menschenrechtsbildung fördere und in der Gleichheit und Vielfalt gelebt würden.

Bericht und Fotos: Mirjam Wege

20190819 140815 20190819 140820

„Käthe in Form“ Aktionstag 2019

Fast 700 Schüler*innen, Studierende und Lehrkräfte der Käthe-Kollwitz-Schule stellten beim Aktionstag „Käthe in Form“ unter Beweis, dass das Schulmotto „Vielfalt ist unsere Stärke“ nicht nur im Schulprogramm steht, sondern wirklich gelebt wird.

Wenn sich Traditionen bewährt haben, dann sollten diese erhalten und gut gepflegt werden. Darin ist sich zumindest das Kollegium der Käthe-Kollwitz-Schule einig. Denn immer am Donnerstag in der dritten Woche nach den Sommerferien bleiben die Klassenräume weitgehend ungenutzt, die Beamer und Laptops sind ausgeschaltet und die Whiteboard-Tafeln unbeschrieben. Statt des regulären Unterrichts steht an diesem besonderen Schultag ein „etwas anderes“ Programm auf dem Lehrplan. Durch ein vielfältiges sportlich-spielerisches und kulturelles Angebot wird die Schülerschaft dazu angeregt, Körper und Geist in Bewegung zu bringen und sich schulformübergreifend zu begegnen.

20190829 081823„Für viele von Ihnen hat mit dem Wechsel an unsere Schule ein neuer Lebensabschnitt begonnen. Käthe in Form möchte Sie dazu ermutigen, sich in ihren neuen Lerngruppen noch besser kennenzulernen oder auch in schon länger bestehen Klassengemeinschaften die Kontakte zu intensivieren“, erklärte die Schulleiterin Kerstin Büchsenschütz bei ihrer Begrüßung. „Getreu dem Schulmotto ,Vielfalt ist unsere Stärke` können Sie heute Ihre Talente ausloten beziehungsweise neu entdecken.“

Es war vor allem dem unermüdlichen Einsatz des Organisationsteams mit Harald Krahnke (Schulsportkoordinator), Anita Mühlhaus (Leiterin der AG Bewegung und Wahrnehmung), Birgit Riegels (Fachvorsitzende) und Christina Hess zu verdanken, dass ein Programm mit 25 verschiedenen Mitmachaktionen auf die Beine gestellt werden konnte. Darüber hinaus waren viele fleißige Hände aus dem Kollegium und der Schülerschaft am Werk, um dieses Projekt zu meistern.

Auf eine gute Kooperation innerhalb der Lerngruppe kam es beim „Deckenwenden“, der „Murmelbahn“, dem „Menschenkicker“ und dem „Wikingerschach“ an. Innere Ruhe und Konzentration waren beim Bogenschießen und Kistenklettern gefragt, während beim „Speed Stacking“ vor allem Geschicklichkeit und Schnelligkeit zählte. Wer einen Moment Ruhe und Entspannung suchte, konnte am Yoga-Kurs oder einer Traumreise teilnehmen. Zudem erhielten die Schüler*innen und Studierenden die Gelegenheit, das „Shaolin-Kungfu“ kennenzulernen. Die künstlerischen Talente wurden beim Improvisationstheater und dem Karaoke-Rudelsingen angesprochen.

Die Schüler*innenvertretung informierte über ihre Arbeit und bat die Schülerschaft um ein Feedback zur Schule. Als externer Kooperationspartner führte die Barmer GEK den Workshop „Brain fit“ durch und stellte die Technik für einen Gesundheits-Check und einen Gleichgewichtstest zur Verfügung.

Hart aber fair ginge es bei den Turnieren im Fußball, Völkerball, Volleyball und am Tischkicker zur Sache. Die jeweiligen Siegerteams werden als Belohnung für ihren Einsatz gemeinsam eine Kanutour auf der Lahn unternehmen.

So wie die Sonne den ganzen Vormittag über vom Himmel lachte, verließen auch die Mitglieder der Schulgemeinde nach diesem außergewöhnlichen Schulmorgen mit einem lachenden Gesicht die „Käthe“.

(Mirjam Wege)

20190829 082316 20190829 083546
20190829 083648 20190829 090602
20190829 091808 20190829 100431

 

 

Betreiber für die Cafeteria der Käthe-Kollwitz-Schule gesucht


KKS SchulformenDer Fachdienst Schule der Universitätsstadt Marburg sucht für den Betrieb der Schulcafeteria/ des Schulkiosks an der Käthe-Kollwitz-Schule zum nächst möglichen Zeitpunkt einen neuen Betreiber.
Die Käthe-Kollwitz-Schule ist eine berufliche Schule mit rund 1100 Schülerinnen und Schülern. Die beiden nah beieinanderliegenden Verkaufsstellen an den Standorten Georg-Voigt-Straße und Schützenstraße in Marburg sind an allen Schultagen von 7.30 bis 14 Uhr zu betreiben.
Wir wünschen uns Interessenten, die möglichst über gastronomische Kenntnisse im Bereich Cafeterien o. ä. verfügen und die Bereitschaft mitbringen, an der Käthe-Kollwitz-Schule als zertifizierte Umweltschule und gesundheitsfördernde Schule zu arbeiten.
Die Schülerinnen und Schüler wünschen sich leckere belegte Brötchen, Backwaren, Snacks, Salate sowie eine Auswahl an Kalt- und Heißgetränken.
Das Angebot eines warmen Mittagessens ist in der Cafeteria nicht vorgesehen.
Der Fachdienst Schule stellt die Verkaufsfläche nebst Ausstattung sowie Geschirr etc. für eine geringe Pacht zur Verfügung und bietet – gemeinsam mit der Schule – fachlichen Austausch und Unterstützung bei der Entwicklung des Angebots.
Haben Sie Interesse?
Dann finden Sie weitere Informationen auf der Homepage der Universitätsstadt Marburg oder beim Magistrat der Universitätsstadt Marburg, Fachdienst Schule, Frau Kraus, Telefon 201-1207 oder per Mail an Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! oder Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!.
Interessenbekundungen können per Mail oder schriftlich bis zum 25.09.2019 eingereicht werden.

Marburg. „FACE IT! – Vielfalt ist unsere Stärke“:

 

Unter diesem Motto setzten 130 Schüler*innen, Studierende und Lehrkräfte der Käthe-Kollwitz-Schule Marburg mit ihrem Gesicht und aussagekräftigen Statements ein deutliches Zeichen für Offenheit, Toleranz, Demokratie und Gleichberechtigung. Im Rahmen einer Vernissage wurde diese besondere künstlerische Aktion der Schulgemeinde sowie interessierten Gästen vorgestellt.

FACE IT
Der Bewegungsraum A 15 der Käthe-Kollwitz-Schule verwandelte sich am 4. Mai in eine Galerie: Von 30 Staffeleien blickten den Besuchern die Gesichter von 60 Mitgliedern der Schulgemeinde entgegen. Jedes Einzelporträt war untertitelt mit einer klaren Aussage für Vielfalt und gegen Diskriminierung. Eine besondere Kraft ging von diesen Statement-Bildern aus und sorgte für eine nachhaltige Wirkung bei den etwa 100 Teilnehmer*innen der Vernissage.
Initiiert wurde die schulübergreifende Aktion „Face it“ von den beiden Schulsozialarbeiterinnen, Anja Kühnert (bsj Marburg) und Kerstin Becker, sowie der Schülervertretung. „Ich versuche durch ganz unterschiedliche Angebote Aha-Momente hervorzurufen, die Jugendliche innehalten lassen und zum Nach- oder Umdenken bewegen“, so Anja Kühnert. Es war das Plakat der Aktion „Face it – Toleranz hat viele Gesichter“, das Anja Kühnert ein einer anderen Beruflichen Schule durchgeführt hatte, durch das der Funke auf die Schülerschaft der Käthe-Kollwitz-Schule übersprang und sie zu dem Foto-Projekt motivierte. An zwei Schulvormittagen traten 130 Mitglieder der Schulgemeinde vor die Kamera, um sich ablichten zu lassen. Alle Einzelaufnahmen wurden dann zu einem großen Mosaik-Plakat unter dem Titel „Face it – Vielfalt ist unsere Stärke“, dem Motto der Käthe-Kollwitz-Schule, zusammengefügt. Darüber hinaus gaben 60 Personen zusätzlich noch ein persönliches Statement für Vielfalt, Toleranz, Gleichberechtigung und Demokratie ab.
„Die Besonderheit dieses Projektes ist, dass sich Schüler*innen, Studierende und Lehrkräfte hier auf Augenhöhe begegnen, unabhängig von Schulformzugehörigkeit, dem Altern oder der Herkunft. Dies fördert das genaue Hinschauen, einen achtsamen Umgang und den Respekt gegenüber dem Anderssein“, erklärte Schulleiterin Kerstin Büchsenschütz. Hinsichtlich der Ziele äußerte sie: „Der eigenen Meinung in der Öffentlichkeit ein Gesicht zu geben, erfordert Haltung und vor allem Mut. Mit dieser Aktion wollen wir als Schule einen Beitrag dazu leisten, die gegenseitige Toleranz zu fördern, die Meinungsbildung zu erweitern und neue Horizonte zu eröffnen. Demokratie, Meinungsfreiheit und Individualität sind ein hohes, aber sehr fragiles Gut, das es zu bewahren gilt.“
Als Vertreterin des Schulträgers richtete Stefanie Lambrecht, die Fachdienstleiterin des Fachdienstes 5 „Kinder, Jugend und Familie“, Worte des Dankes an die Schulgemeinde. „In unserem Grundgesetz heißt es im ersten Paragrafen, dass die Würde des Menschen unantastbar ist. Mit dieser Ausstellung tragen Sie als Schule dazu bei, an die Bedeutsamkeit dieser Grundlage unseres gesellschaftlichen Zusammenlebens zu erinnern“, sagte Stefanie Lambrecht.
Zum Kreis der Unterstützer der Foto-Aktion zählte der bsj Marburg, der bei der Vernissage durch Simona Lison und Monika Stein vertreten wurde. Das Projekt wurde aus den Mitteln des Beirates Jugendhilfe-Schule der Universitätsstadt Marburg gefördert.


Für das leibliche Wohl der Gäste sorgten die Schülerinnen und Schüler der Klasse BzB 3 (Bildungsgänge zur Berufsvorbereitung) sowie der 11 BSA 1 (Höhere Berufsfachschule für Sozialassistenz) unter der Regie von Martina Merz und Andreas Buß.


Zukünftig werden die Fotografien nicht nur in den Schulgebäuden der KKS zu sehen sein, sondern auch in den Fluren des Staatlichen Schulamtes für den Landkreis Marburg-Biedenkopf. „Wir freuen uns darauf, diese besondere Ausstellung in der Robert-Koch-Straße präsentieren zu können“, betonte die Dezernentin Gesche Herrler-Heycke, die als Schulamtsvertreterin der Vernissage beiwohnte.